Regelmäßige Kunstaustellungen im Cafe Hagemeister in Olsberg

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3.von links Barbara Brand im Gespräch, rechts die Inhaberin des Cafes Anna Luse










Ansgar Nierhoff verstarb am2.August 2010

umFormen und umStellen – Werkschau von Ansgar Nierhoff

Nicht machen, was andere gemacht haben.


                                                                

                                                               Christine Kellersmann  Ansgar Nierhoff,
                                                                                Enkeltochter Anna
                                                                           

Christine Kellersmann vom Verein Kunsthaus Alte Mühle e.V. in Schmallenberg, hatte zur Ausstellungseröffnung am 31.5.2008 ein volles Haus. Zahlreiche Kunstfreunde ließen es sich nicht nehmen, an diesem Samstag den Künstler Ansgar Nierhoff zu begrüßen, und mit ihm über sich und seine Arbeiten diskutieren zu dürfen. „Das Arbeiten mit dem Künstler war von einer unglaublichen Kompetenz geprägt. Selten habe ich ein solch positives Miteinander erfahren, wie mit Ansgar Nierhoff“, so Christine Kellersmann. Kellersmann lobte auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Schmallenberg, sowie mit den Firmen Falke, Feldhaus, Tommes aus Schmallenberg, und nicht zuletzt die des Aufbauteams.„Die Kunst von Ansgar Nierhoff bringe Bewegung in die neue Umgebung, so Bürgermeister Bernhard Halbe in seiner Ansprache. Auch dankte er allen Beteiligten der Ausstellung, insbesondere aber Christine Kellersmann. Kunsthistoriker Prof. Dr. Manfred Schneckenburger gab einen Rückblick über Nierhoffs Arbeiten und definierte die darin enthaltend künstlerische Kraft wie folgt:“ Dabei tritt die Kraft, die zur Verformung und Veränderung aufgewendet wird, als Energie in die Plastik ein. Nierhoff macht diese Energie geballt und gebändigt sichtbar“. Als Bildhauer mit internationalem Renommee sind seine Werke weltweit präsent. „Ich mache nicht, was andere gemacht haben, und es sind nicht irgendwelche „Basteleien“, sondern die Arbeit eines Profis, so der Künstler. Seiner ersten Ausstellung 1968 in der Galerie Arte Intermedia folgten bis heute unzählige Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Seine Werke befinden sich in den bedeutenden großen Museen und Sammlungen. Ansgar Nierhoffs Kunst ist stark vom jeweiligen Ort geprägt und mit ihm verbunden. Seine Skulpturen korrespondieren mit dem jeweiligen Raum, mit Architektur und Natur, mit der weiten Landschaft sowie dem geschlossenen Platz. In gegenseitigem lautlosen Einvernehmen geht seine Kunst respektvoll auf die jeweilige geschichtliche Bedeutung des Ortes ein. Er überlässt nichts dem Zufall, setzt sich bewusst mit dem Material, seiner Form, seiner Energie und den örtlichen Gegebenheiten auseinander, und verfolgt dabei ein strenges künstlerisches Konzept. 19 kleinere Stahlskulpturen und 40 kleinformatige Zeichnungen, die sich in einer ganz eigenen Balance zwischen kräftiger Gestaltung der Fläche und zarter Linienführung bewegen gehören ebenfalls zur Ausstellung. Ansgar Nierhoff, Jahrgang 1941, geboren in Meschede, lebt und arbeitet zwar in Köln, ist als gebürtiger Sauerländer seiner Heimat doch sehr verbunden. Nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf, bei Norbert Kricke, Joseph Fassbender und Eduard Trier, machten ihn seine Edelstahlkörper und Stahlplastiken in der internationalen Kunstszene bekannt. Ansgar Nierhoff zählt zu den bedeutendsten deutschen Stahlbildhauern der Gegenwart. Seit 1988 unterrichtet er zudem als Professor für Bildhauerei an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.Ab dem 7. Juli ist diese Doppelausstellung im Museum der Stadt Berleburg zu sehen. Ergänzt wird die Schau durch fünf großformatige Stahlskulpturen auf öffentlichen Plätzen im Zentrum Schmallenbergs und Umgebung. Einen musikalischen Beitrag am Saxofon gab Uli Kloppenburg.




 

Konzentrische Ringe 1999  größter Durchmesser 180 cm, 15 Stück




"Kunst ist schön, wenn Kopf, Hand und Herz zusammenarbeiten“. Nach diesen Vorgaben bemüht sich die Künstlerin ihre facettenreichen Werke zu erarbeiten.


 

Die Künstlerin Andree Rousseau mit Andreas Ermecke von der Volksbank Schmallenberg 




Eine bemerkenswerte Ausstellung konnte Andreas Ermecke vom Vorstand der Volksbank Schmallenberg am 11. April gemäß dem Motto „Öffnen Sie die Tür, und treten Sie ein“ eröffnen. Zahlreiche kunstinteressierte Gäste füllten den Kundenraum der Volksbank um die Arbeiten von Andrée Rousseau zu betrachten. Genau 20 Jahre ist es her, da stellte die vielseitige Künstlerin, pendelnd zwischen Berghausen und Leverkusen, geboren 1951 in Visé bei Liége/Belgien, schon einmal in der Schmallenberger Volksbank aus.
In vier Gruppen teilte Andrée Rousseau die Ausstellung auf. Als erstes sei die chinesische Lackmalerei erwähnt. Diese kunsthandwerkliche Technik erlernte Andrée Rousseau bei Albert Peutat, wo sie von1979 bis1984 Meisterschülerin in Lüttich war. Peutat war der einzige China-Lack-Künstler von Belgien und hatte Kontakt zum Königshaus. Die zweite und dritte Gruppe bilden Aquarelle - Acryl und schließlich die Kohlezeichnungen, die überwiegend aus ihrer Zeit der Kunstakademie stammen.

Für die Fertigstellung eines jeden der hier ausgestellten chinesischen Lackmalerei – Arbeiten, benötigt Rousseau fast ein Jahr. Bis zu 280 Lackierungen werden auf einer Holzplatte per Hand aufgetragen. Der Grundstoff für chinesischen Lack wird aus dem harzigen, grau-weiß milchigen Rindensekret des Lackbaums (Rhus verniciflua) gewonnen. Jede hauchdünn aufgetragene Schicht muss erst völlig trocknen, und wird dann auf Hochglanz poliert bevor die nächste Schicht aufgetragen wird. Hat die so bearbeitete Fläche eine „Dicke“ von einigen Millimetern erreicht, beginnt eine weitere zeitraubende Arbeit. Das Ausstechen eines Motivs und dessen Fertigstellung, teils mit feinsten Eierschalenstückchen, teils mit Silber- und Blattgold als Untergrund. Um die Farbwirkung zu erhöhen, können sowohl Untergrund als auch Motive in bestimmten Abtönungen und Schattierungen gehalten werden. Die Ausbildung zur Aquarell-Malerei erhielt die Künstlerin bei verschiedenen Künstlern aus Belgien und Deutschland. Acryl ist für Andrée Rousseau ein besonders sympathisches Material, wobei sie damit die Vorteile von Öl mit der Zeitersparnis verbindet.